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Zink bei Basedow: Sinnvoll oder überflüssig?

Zink: Dieses Spurenelement spielt nachweislich eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems. Da es sich bei unserem Krankheitsbild um eine Fehlleitung des Immunsystems handelt, liegt die Frage nahe, ob die Zinkversorgung auch einen direkten Einfluss auf den Basedow nehmen könnte.

Zink beeinflusst die Schilddrüse und umgekehrt

Zink hat neben seiner Schlüsselrolle in Sachen Immunsystem auch eine wichtige Stellung bei der Hormonsynthese. Es ist ein Kreislauf, der unter Umständen zum Teufelskreis werden kann: Ein Mangel an Zink wirkt sich schlecht auf die Funktion der Schilddrüse aus.

Und die Funktion der Schilddrüse beeinflusst wiederum die Zink-Synthese. Gestützt wird diese Erkenntnis durch eine türkische Studie. Dort fand man heraus, dass der Zinkstatus im Blut der Patienten (alle mit einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) direkt mit der Größe der Schilddrüse, den Antikörpern und der Konzentration zusammenhängt.

Vor allem die Unterfunktion führt zu einem Zinkmangel

Wichtig zu wissen ist, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse zu einem Zinkmangel zu führen scheint, nicht eine Überfunktion. Daher sollten in Sachen Zinkversorgung also vor allem Hashimoto-Patienten mit Problemen rechnen.

Auf der anderen Seite wurde laut dieser Quelle ein Mangel an Zink – zusammen mit anderen Mikronährstoffen – auch mit dem Morbus Basedow assoziiert. Unterstützt wird dies durch den Nachweis, dass ein Präparat, in dem unter anderem Zink enthalten ist, den oxidativen Stress bei Basedow senkt. Hier stellt sich mir natürlich die Frage, wie groß der Anteil am Erfolg von Zink im Vergleich zu den anderen Nährstoffen im Präparat ist.

Zink Basedow

Behalte deinen Zinkhaushalt im Auge

Ich selbst denke, dass Zink wegen der Regulation des Immunsystems und vieler (auch „Nicht-Schilddrüsen-„) Hormone unverzichtbar ist. Allein schon deswegen solltest Du deine Versorgung mit dem Spurenelement kennen. Besonders, wenn Du es mit der Mischform „Basedow-Hashimoto“ zu tun hast, kann es sein, dass Du in einen Mangel gerätst. Auch mit „nur“ einem Basedow empfiehlt sich eine gute Zinkversorgung zur Senkung des oxidativen Stresses. Optimalerweise immer gemeinsam mit weiteren Nährstoffen, die ebenfalls daran teilhaben.

Lass deinen Zinkstatus am besten beim Arzt prüfen und schau, ob Du einen Mangel hast. Falls nicht, ist alles in Ordnung. So wie bei mir. Ich selbst supplementiere daher nicht, achte aber auf eine zinkreiche Ernährung. Zusätzlich lasse ich routinemäßig halbjährlich den Nährstoffstatus im Blut messen. Dazu gehört auch Zink. So bin ich immer auf der sicheren Seite.

So viel Zink benötigst Du

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Bedarf im folgenden Bereich:

  • Frauen: 7 bis 10 mg täglich (bei Schwangeren: 14 mg)
  • Männer: 11 bis 16 mg täglich

Übrigens: Wenn Du gern Getreide, Nüsse oder Hülsenfrüchte verspeist, orientiere dich am oberen Wertebereich. Denn diese Lebensmittel enthalten viel Phytat und dieses macht es deinem Körper schwerer, Zink aufzunehmen. Das soll aber nicht heißen, dass Du auf die oben genannten Nahrungsmittel verzichten sollst! Vor allem nicht auf Nüsse und Hülsenfrüchte! Denn diese enthalten sehr viele gesunde Fette, Proteine und Mikronährstoffe, die Du dringend benötigst. Dann lieber etwas mehr Zink zusätzlich futtern 🙂

Generell ist Zink aus tierischen Lebensmitteln besser für deinen Körper verwertbar als aus pflanzlichen. Um die Aufnahme des Spurenelementes noch weiter zu verbessern, kombiniere es mit Vitamin A, C und Protein.

Kann man Zink überdosieren?

Theoretisch ja. Das ist aber sehr unwahrscheinlich, weil dein Körper überschüssiges Zink einfach wieder ausscheidet. Wenn Du ihn aber mit Dosen ab 160 mg täglich überschüttest (und das musst Du erstmal schaffen), darfst Du mit unangenehmen Folgen wie Übelkeit und Erbrechen rechnen.

Zink Basedow

Lebensmittel mit viel Zink

Allein mit meinem Standardfrühstück decke ich bereits einen großen Teil meines Tagesbedarfs an Zink. Dazu mache ich nochmal einen extra Beitrag 😉 Es besteht hauptsächlich aus Haferflocken, Haferkleie und einer extra Portion Kakaopulver, mit verschiedenen Nüssen und Kernen als Topping (zum Beispiel Kürbiskerne) und Leinsamen. Ansonsten kannst Du dich beispielsweise an folgende Lebensmittel halten:

  • entöltes Kakopulver (ca. 9 mg)
  • Kürbiskerne (7 mg)
  • Leinsamen (5.5 mg)
  • Rindfleisch (bis 5.2 mg)
  • Haferflocken (4.3 mg)

Du siehst, es ist gar nicht so schwierig, sich mit dem lebenswichtigen Spurenelement Zink zu versorgen. Dein Immunsystem, dein Hormonhaushalt und deine Schilddrüse werden es Dir danken, wenn Du darauf achtest 🙂

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Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin, Heilpraktikerin oder dergleichen, also kein Fachmensch. Alle meine Beiträge basieren auf meinen eigenen Erfahrungswerten und über die Zeit gesammeltem Wissen.

Published inErnährungFakten und WissenLaborwerte

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