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Magnesium bei Morbus Basedow

Magnesium (ich nehme dieses hier) ist für mich beim Basedow unverzichtbar, denn es ist nicht nur ein Allrounder im Körper – eine Schilddrüsenüberfunktion kann nachgewiesenermaßen sogar zu einem Magnesiummangel führen.1

5 wichtige Funktionen von Magnesium

1. Magnesium aktiviert mindestens 300 lebensnotwendige Enzyme im Körper – wie ein Kaminanzünder. Dazu gehört zum Beispiel das ATP (quasi das Benzin der Körperzellen). Ohne Magnesium wäre dieses praktisch nutzlos!2

2. Magnesium ist essentiell für die richtige Aufnahme von Vitamin D3

3. Magnesium ist unverzichtbar bei der Regulation einer gesunden Herztätigkeit.4

4. Magnesium ist ein zentrales Element im gesamten Energiestoffwechsel – und wie Du weißt, ist die Schilddrüse DAS Organ des Energiestoffwechsels.5

Diese Liste könnte ich fortsetzen, bis sie von Hamburg bis nach Timbuktu reichen würde – so vielfältig sind die Funktionen von Magnesium in unserem Körper. Ohne diesen Mineralstoff funktioniert nichts. Wir brauchen ihn.

Basedow = Magnesiummangel?

Ich denke, weil der Stoffwechsel angekurbelt wird, was zu einem Mehrverbrauch an allem führt – was auch und gerade Magnesium betrifft, da es nicht nur für einen speziellen, sondern quasi für alle (Stoffwechsel-) Vorgänge im Körper benötigt wird. Beschleunigen sich diese Vorgänge oder laufen häufiger ab, verbrauchen sie natürlich deutlich mehr Magnesium. Unkritischer wäre es, wenn der Mineralstoff nur für ein, zwei Prozesse im Körper benötigt werden würde… aber es ist ja leider das Gegenteil der Fall.

Welche Symptome löst ein Mangel aus?

Hier könnte ich schon fast sagen „Alle“ 🙂 Einfach, weil Magnesium an quasi allen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Und wenn man überall wichtig ist und gebraucht wird, fällt es einfach überall auf, wenn man fehlt1:

  • Muskelkrämpfe – das bekannteste Symptom
  • Schlafprobleme
  • Menstruationsschmerzen (im engen Zusammenhang mit Muskelkrämpfen)
  • Müdigkeit
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Herzprobleme
  • Angstzustände
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • und noch viel mehr …

Fällt Dir übrigens auf, dass viele Symptome eines Magnesiummangels auch die Symptome des Basedow sein können? Diesen Zusammenhang finde ich sehr interessant.

Ich habe einen Test gemacht

Ich habe einen Bluttest gemacht, zur Sicherheit – aber in dem Wissen, dass dieser nur bedingt aussagekräftig ist6. Warum? Weil das weitaus meiste Magnesium in unseren Knochen gespeichert ist. Wenn der Körper einen Mangel hat, zieht er den Mineralstoff zuerst aus den Knochenspeichern heraus. Daher sinkt der Magnesiumspiegel im Blut erst dann, wenn es quasi “5 vor 12” ist, also alle Speicher geleert sind. Und trotz dieser Tatsache lag mein Blutwert im unteren Normbereich. Höchste Zeit also für mich, Magnesium zu ergänzen!

Kann man Magnesium überdosieren?

Schwierig. Also, theoretisch ja. Praktisch kaum 😉

Magnesium lässt sich übrigens kaum überdosieren, weil es sich um ein wasserlösliches Mineral handelt. Das heißt, dein Körper scheidet ein Zuviel davon einfach wieder aus. Das kann aber mal richtig ordentlich Durchfall geben! Ab 2500 mg täglich gibt es auch schwerer Nebenwirkungen.7

Wie viel Magnesium ich einnehme

Ich selbst nehme das Doppelte der üblichen Empfehlung, nämlich 800 mg am Tag. Warum? Weil mein Körper durch den Basedow (und meinen vielen, vielen Sport) ohnehin einen erhöhten Verbrauch hat und Magnesium – wie soeben erklärt – nur schwer überdosiert werden kann.

Ich hab die 800 mg auch quasi “von heute auf morgen” genommen, ohne irgendwelche Probleme. Die meisten tasten sich aber langsam, Tag für Tag, an diese Dosis heran. Denn ohne diese Gewöhnung bekommt man – zumindest bei einem etwas sensibleren Magen-Darm-Trakt – in der ersten Zeit häufig Durchfall ^^

Oh und ganz wichtig: Magnesium solltest Du im zeitlichen Abstand zu Eisen und Zink nehmen (ich nehme als Faustregel drei Stunden Abstand).8

Magnesium Basedow Nahrungsergänzungsmittel

Welches Magnesium ich nehme

Es gibt viele gute (und gefühlt noch mehr schlechte) Nahrungsergänzungen mit Magnesium. Auf jeden Fall achte ich immer darauf, ein sogenanntes Monopräparat zu nutzen. Das heißt, da soll nur Magnesium drin sein. Das hat einen einfachen Grund: Es lässt sich gezielter dosieren. Gerade da ich noch andere Präparate einnehme, könnte ich mich sonst leicht verzetteln.

Zweitens: Das Präparat sollte keine schädlichen Füllstoffe enthalten. Gerade da ich das Magnesium höher dosiere und über einen längeren Zeitraum einnehme. Mit unschönen Füllstoffen würde ich nebenher ganz viel Plunder aufnehmen, den ich nicht will. Denn dieser belastet den ohnehin schon mit Basedow beschäftigten Körper zusätzlich. Da die Liste der ungesunden Füllstoffe so lang ist, ist es in meinen Augen effizienter, einfach aufzuzählen, was in meinen Tabletten drin ist:

  • Magnesium Citrat
  • Magnesium Oxid
  • Magnesium Carbonat
  • Trennmittel: Kartoffelstärke (natürlich und unschädlich)
  • Reisextrakt
  • Füllstoff: Mikrokristalline Cellulose

Sowas kaufe ich guten Gewissens. Meiner Erfahrung nach brauchst Du in den klassischen “Vitaminabteilungen” der Drogerien und Supermärkte quasi gar nicht erst nachzuschauen, da die dort vorhandenen Präparate in aller Regel die unschönen Füllstoffe mitbringen, von denen ich oben gesprochen habe.

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Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin, Heilpraktikerin oder dergleichen, also kein Fachmensch. Alle meine Beiträge basieren auf meinen eigenen Erfahrungswerten und über die Zeit gesammeltem Wissen.

  1. Vgl. Reiter, Dr. med. Andrea: „Magnesiummangel“ unter: https://www.netdoktor.de/laborwerte/magnesium/magnesiummangel/ (abgerufen am 11.05.2022)
  2. Vgl. „Magnesium“ unter: https://www.academyofsports.de/de/lexikon/magnesium/#:~:text=Magnesium%20ist%20an%20der%20Aktivierung,die%20Muskelkontraktion%20von%20entscheidender%20Bedeutung. (abgerufen am 11.05.2022)
  3. Vgl. Rehberg, Carina: „Vitamin D bleibt ohne Wirkung bei Magnesiummangel“ unter https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/vitamine/vitamin-d-uebersicht/vitamin-d-magnesium (abgerufen am 11.05.2022)
  4. Vgl. „Kalium- und Magnesiummangel“ unter: https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/kalium-und-magnesiummangel (abgerufen am 11.05.2022)
  5. Vgl. „Magnesium – Ernährungstherapeutische Aspekte“ unter: https://fet-ev.eu/magnesium/#:~:text=Magnesium%20ist%20an%20allen%20ATP,Muskelzellen%20und%20stabilisiert%20den%20Herzrhythmus. (abgerufen am 11.05.2022)
  6. Vgl. „Magnesiummangel-Test“ unter: https://www.magnesium.de/magnesiummangel/test-magnesiummangel-feststellen/#:~:text=Eine%20Analyse%20des%20Magnesiums%20im,Symptome%20k%C3%B6nnen%20deutlich%20fr%C3%BCher%20auftreten. (abgerufen am 11.05.2022)
  7. Vgl. „Auf was sollte ich bei der Verwendung von Magnesium achten?“ unter: https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/magnesium-was-ist-zu-beachten-8003#:~:text=%C3%9Cberdosierungen%20k%C3%B6nnen%20sehr%20unangenehme%20Folgen,wie%20Blutdruckabfall%20oder%20Muskelschw%C3%A4che%20haben. (abgerufen am 11.05.2022)
  8. Vgl. „Magnesium – das müssen Sie bei der Einnahme beachten“ unter: https://www.vital.de/gesunde-ernaehrung/vitamine-naehrstoffe/magnesium-das-muessen-sie-bei-der-einnahme-beachten-1450#:~:text=Nehmen%20Sie%20bestimmte%20Medikamente%20oder,Aufnahme%20der%20einzelnen%20N%C3%A4hrstoffe%20kommen. (abgerufen am 11.05.2022)
Published inErnährungLaborwerte

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