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Selen – Wundermittel bei Basedow?

Selen: Dieses Spurenelement gilt mittlerweile als regelrechtes Heilmittel bei Schilddrüsenproblemen. Was ist dran an dieser Hypothese? Und kann es tatsächlich auch bei Morbus Basedow helfen?

Die Schilddrüse ist sehr reich an Selen

… genau genommen, ist sie sogar das Organ, welches die größten Mengen von diesem Spurenelement enthält. Abgesehen vom Gehirn. Warum ist das so? Weil Enzyme, die die Hormonproduktion der Schilddrüse regulieren, direkt von Selen abhängig sind. Das bedeutet im Umkehrschluss: eine unzureichende Selenversorgung bringt die Funktion der Schilddrüse durcheinander.

Selen kann Entzündungen in der Schilddrüse vermindern

Es wurde bereits festgestellt, dass Selen bei Hashimoto die Entzündungsreaktion bremsen kann. Wie der Basedow auch ist der Hashimoto eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Antikörper gegen die eigene Schilddrüse richten. Manch einer von uns hat sogar beides – Hashimoto und Basedow.

Basedow Selen

… und kann außerdem die Endokrine Orbitopathie lindern

Studien zeigen, dass Selen einen Hashimoto zwar nicht heilen kann, aber auf eine bestimmte Form der Antikörper (die TPO-Antikörper) senkend wirkt (weitere Quelle hier). Für unseren Basedow gibt es zwar leider noch keine großen Studien, dafür aber wissenschaftliche Untersuchungen, die einen günstigen Einfluss von Selen auf die Endokrine Orbitopathie nachweisen (täglich über 6 Monate 200 Mikrogramm Selen. Vorsicht, in dieser Höhe ist es bereits rezeptpflichtig!).

Zudem haben chinesische Forscher in einer (leider kleinen) Studie herausgefunden, dass Selen die Wirkung von Thiamazol (in der Studie wird das Synonym „Methimazol“ verwendet. Es ist das Gleiche wie Thiamazol) unterstützt.

Gute Selenversorgung ist wichtig bei Morbus Basedow

… denn in meinen Augen gibt es mehrere gute Gründe, sorgfältig auf den eigenen Selenhaushalt zu achten:

Der empfohlene Tagesbedarf

  • Für Frauen: 60 Mikrogramm (Stillzeit: 75 Mikrogramm)
  • Für Männer: 70 Mikrogramm
  • Maximale Grenze: 300 Mikrogramm

Basedow Selen

Viel Selen ist enthalten in:

  • Paranüssen!
  • Hülsenfrüchten
  • Zwiebeln
  • Brokkoli
  • Pilzen
  • Eiern
  • Rotem Fleisch
  • Fisch

Die Paranüsse haben ihr kleines Ausrufezeichen verdient, weil schon zwei Stück davon reichen, um deinen Tagesbedarf zu decken. Sie machen Tropfen und Tabletten überflüssig, wenn Du Nüsse magst. Und sie sind geschmacklich meine Lieblingsnüsse 🙂

Achtung: Nicht zu viel des Guten

Schon der gute alte Paracelsus wusste:

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht’s, daß ein Ding kein Gift sei. “

So auch bei Selen. Achte darauf, dass Du nicht zu viel zu Dir nimmst, um deinem Körper eine unschöne Vergiftung zu ersparen:

  • neurologische Störungen
  • Müdigkeit
  • Verdauungsprobleme, Durchfall
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Haarausfall

Um auf Nummer sicher zu gehen, lass am Anfang deinen Selen-Blutspiegel beim Arzt messen. Dann kennst Du deinen Ausgangspunkt, was ich generell bei allen Vitaminen und Spurenelementen empfehle. Denn wie sollst Du wissen wo die Reise hingeht, wenn Du deinen Startpunkt nicht kennst?

Selen ist meiner Meinung nach ein unverzichtbares Spurenelement, wenn es um eine gute Schilddrüsenfunktion und die erfolgreiche Behandlung des Morbus Basedow geht. Hoffentlich wird es schon bald größere Studien dazu geben. Sobald es dazu etwas Neues gibt, erfährst Du es hier 🙂

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Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin, Heilpraktikerin oder dergleichen, also kein Fachmensch. Alle meine Beiträge basieren auf meinen eigenen Erfahrungswerten und über die Zeit gesammeltem Wissen.

Published inBehandlungErnährungFakten und Wissen

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