Zum Inhalt springen

Vitamin D bei Basedow – Die Grundlagen

Vitamin D-Mangel bei Basedow: Das ist ein wichtiges Thema, das mir am Herzen liegt, denn gerade bei Autoimmunerkrankungen besteht oft ein Mangel. Jetzt im Februar haben wir auch genau die Zeit, in der die Versorgung mit dem Vitamin – oder besser gesagt: der Hormonvorstufe – den Rekordtiefstand des Jahres erreicht. Denn die Sommermonate, in denen wir alle unsere Vitamin D-Tanks auffüllen konnten, sind lange vorbei.

Wusstest Du, dass nur etwa 38 Prozent aller Deutschen überhaupt einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel haben (laut Robert Koch Institut)? Andere Quellen gehen für die Wintermonate sogar von unglaublichen 80 Prozent aus! Das ist echt verdammt wenig, und das obwohl Vitamin D während der letzten Jahre viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen hat.

Heute gehe ich ganz kurz und knackig auf die wichtigen Fragen ein.

Was ist Vitamin D?

Obwohl der Name es suggeriert: Es ist kein Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe. Dein Körper wandelt Vitamin D in das Hormon „Calcitriol“ um.

Wofür brauche ich es?

Dein Körper benötigt Vitamin D für eine Reihe lebensnotwendiger Aufgaben. Am bekanntesten ist es für die Sicherstellung deiner Knochengesundheit. Es schützt deine Nervenzellen, das Herz-Kreislaufsystem und die Hirnzellen.

Außerdem ist es der Schlüssel für ein gesundes Immunsystem. Es trägt dazu bei, übereifrige Reaktionen des Immunsystems zu bändigen – wie zum Beispiel deinen Basedow.

Aber auch andere Autoimmunerkrankungen fallen in diese Kategorie. Hashimoto als der „Gegenpart“ zum Basedow, Multiple Sklerose, Rheuma oder Diabetes Typ 1 sind weitere Beispiele.

Basedow Vitamin D

Wie komme ich an Vitamin D heran?

Diese Aufgabe übernimmt dein Körper für dich – zumindest in den Sommermonaten. Oder, wenn Du in Äquatornähe lebst, auch das ganze Jahr über. Deine Haut stellt Vitamin D aus Sonnenlicht her.

Du könntest es auch über die Nahrung zu Dir nehmen – aber in unserem Essen sind die Konzentrationen an Vitamin D derart niedrig, dass maximal 10 bis 20 Prozent des Tagesbedarfs realistisch wären. Sonnenlicht bleibt die beste Quelle.

Warum soll ich einen Mangel haben?

Die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht sich allein schon aufgrund deines Basedow. Menschen mit Autoimmunerkrankungen weisen überdurchschnittlich häufig eine Unterversorgung an Vitamin D auf. Bekannt ist dies zum Beispiel für den Hashimoto. Auch bei Basedow-Patienten wurden Vitamin D-Mängel nachgewiesen.

Bist du in den gemäßigten Klimazonen unseres Planeten unterwegs? Auch dann hat dein Körper es schwer mit der Herstellung von Vitamin D aus Sonnenlicht. Denn dieses reicht in unseren Breitengraden dafür nur etwa von März bis Oktober aus. Den Rest des Jahres zehren wir von den Reserven, die im Sommer noch nicht einmal zwangsläufig komplett aufgefüllt wurden! Ein Großteil der Bevölkerung unseres Ländchens weist einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut auf.

Warum sollte ich als Basedowler auf Vitamin D achten?

Natürlich sind die oben genannten zahlreichen Funktionen von Vitamin D schon für jeden Menschen Grund genug, sich um eine gute Portion Sonnenlicht zu kümmern 😉

Für uns Basedowler hat das „Sommervitamin“ aber eine besondere Bedeutung. Beobachtungsstudien deuten beispielsweise darauf hin, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D vor Rückfällen (Rezidiven) schützen kann.

Es wirkt nachgewiesenermaßen regulierend auf dein Immunsystem. Und wie Du weißt, ist genau dieses aus dem Gleichgewicht geraten. Ein kleiner Helfer, der das Immunsystem wieder beruhigt und einnordet, kommt uns gerade recht!

Wenn Du mich fragst, ist ein guter Vitamin D-Spiegel eine Grundvoraussetzung für die nachhaltige Behandlung des Basedow.

Basedow Vitamin D

Was bedeutet das für mich?

Meine Empfehlung: Lass einen Bluttest auf Vitamin D von deinem Hausarzt durchführen. Viele Ärzte machen das inzwischen auch von sich aus, ohne dass Du danach fragen musst – einfach, weil eine gute Versorgung damit so wichtig ist. Außerdem ist es allgemein bekannt, dass die meisten von uns einen Mangel haben. Oder um es mit den schönen Worten auszudrücken, die mir zu Ohren gekommen sind: „Ihnen fehlt die liebe Sonne.“ 🙂

Danach kennst Du deinen Ausgangspunkt. Und der ist wichtig. In Teil 2 am kommenden Mittwoch erkläre ich, was Du mit dem Messwert anfängst und wie Du einen schönen, gesunden Vitaminspiegel erreichen kannst.

Bitte unternimm nichts, solange Du deinen Vitamin D-Spiegel nicht kennst. Der Fall ist zwar höchst unwahrscheinlich, aber wenn Du es beispielsweise mit Vitamin D-Präparaten übertreibst, kannst Du Dir auch eine Vitamin D-Vergiftung einfangen. Theoretisch.

Zudem weißt Du ohne eine Blutkontrolle nie, wie schnell Du deinem Ziel näher kommst. Denn jeder Körper nimmt Vitamin D anders auf. Die exakt gleiche Dosis könnte bei Dir eine kaum merkliche Veränderung des Blutwertes bewirken, während sie bei deiner Freundin den Wert durch die Decke schießen lässt.

Die Kontrolle ist hier wirklich wichtig. Aber hey: Wir Basedowler gehen ohnehin regelmäßig zum Aderlass. Da kann ein zusätzlicher Wert von Zeit zu Zeit mitbestimmt werden, das läuft ganz nebenbei 😉

Im nächsten Teil dieser Reihe erkläre ich Dir, wie Du eine Vitamin D-Versorgung erreichst, die dein Immunsystem optimal unterstützt. Und zwar das ganze Jahr über, wobei wir in den konkreten Maßnahmen zwischen den Sommer- und Wintermonaten unterscheiden werden. Ich freue mich darauf 🙂

Dir hilft dieser Blog und Du möchtest der(die) Erste sein, die(der) von den neuesten Artikeln erfährt? Dann werde „Basedow und Ich“-Fan auf Facebook! 🙂

Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin, Heilpraktikerin oder dergleichen, also kein Fachmensch. Alle meine Beiträge basieren auf meinen eigenen Erfahrungswerten und über die Zeit gesammeltem Wissen.

Published inBehandlungLaborwerte

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.