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Die richtige Ernährung für die Leber

Im Verlauf eines Basedow wird unsere Leber häufig geschädigt – entweder durch die Krankheit selbst oder die Medikamente. Doch zum Glück kann die richtige Ernährung viel Positives bewirken!

(Übrigens: Hier zeige ich Dir, auf welche Leberwerte Du achten solltest!)

Während meines aktiven Basedowschubes und der Medikamenteneinstellung habe ich mir viele Gedanken um meine Leber machen müssen. Nicht nur, dass der Basedow selbst schon eine Belastung für den fleißigen Entgifter ist – die Medikamente sind auch ein echter Brocken für ihn.

Schilddrüsenblocker können die Leber belasten

Dank Leberunverträglichkeiten konnte ich die Standardmedikation für Basedow voll vergessen. Selbst Wolfstrapp – der theoretisch keine Nebenwirkungen haben sollte – ging voll auf die Leber. Erst mit dem Irenat kam die Besserung – und mit einer betont lebergesunden Lebensweise, die ich jedem Basedowler nur wärmstens ans Herz legen kann.

Grundsätzlich ist die Leber ein super regenerationsfreudiges Organ. Wenn deine Werte also mal kurzfristig schlecht sind: tu auf jeden Fall etwas dagegen, aber verfalle nicht in Panik, das lohnt nicht. Obwohl es keine (schul-)medizinischen Mittel zur aktiven Unterstützung der Leber gibt, kannst Du mit wenigen Maßnahmen viel bewirken.

loewenzahn

Sieben Maßnahmen zur Unterstützung der Leber

Grundsätzlich erst einmal: Alkohol, übermäßig viel Fett und Rauchen sind pures Gift für deine Leber. Beseitigst Du diese Basisprobleme, hast Du schon viel gewonnen. Wenn es Dir aber so geht wie mir, nichts davon auf dich zutrifft und Du trotzdem eine überlastete Leber hast, helfen folgende Maßnahmen:

  1. Mariendistel. Mein Heilmittel Nummer 1 und absolut empfehlenswert. Das in den Samen enthaltene Silymarin unterstützt die Leber aktiv bei ihrer Regeneration. Und zwar potent.
  2. Löwenzahnsaft. Den guten 100-prozentigen, dreimal täglich 15 ml. Je nach Hersteller wirst Du unterschiedliche Einnahmeempfehlungen sehen. Widerlich ohne Ende, aber super gesund für die Leber. Das gleiche gilt für …
  3. Artischocken. Frisch oder in Dragee-/Kapsel-/etc.-Form, es ist egal. Da frische mir nicht so schmecken, habe ich die Dragees genommen, die mir sehr gut getan haben.
  4. Knoblauch und Kurkuma: Wahre Wundermittel für die gesamte Verdauung und auch die Leber. Hier geht’s zu einem Link für eine Leberkur mit Knoblauch und Zitrone, die mir sehr geholfen hat. Trau dich, schöne Gemüsepfannen und Currys mit reichlich Knobi und Kurkuma zu würzen. Lecker und gesund!
  5. Grüntee. Hier scheiden sich die Geister, ich selbst habe nur positive Auswirkungen auf meine Leber beobachtet. Und das bei teilweise 2 Kannen am Tag. Grüntee bringt ganz allgemein einen ganzen Sack voller gesunder Wirkstoffe mit, die für unseren Basedow heilsam sind. Lediglich in der Akutphase am Anfang darfst Du hier noch vorsichtig sein, denn das enthaltene Teein regt bei manchen Menschen den Kreislauf an. Bei mir nicht 😉
  6. Wenig Fett. Auch, wenn man heutzutage von der Mär der bösen Fette immer weiter abrückt – die angeschlagene Leber wird durch einen hohen Fettkonsum belastet. Gerade auch, weil die meisten von uns gar nicht exakt im Blick haben, wie viel sie davon essen. Nutze bis zum nächsten Bluttest deiner Leber zuliebe eine Küchenwaage und einen Foodtracker wie fddb. Notiere, was und wieviel Du isst und hab ein Auge auf den Fettgehalt. Versuche, unter 60 Gramm täglich zu bleiben. Während meiner Leberentlastung habe ich problemlos auch 40 Gramm pro Tag erreicht. Es ist machbar und lohnt sich. Und denke immer daran: Es ist ja kein Dauerzustand. Das Fett, das Du zu Dir nimmst, sollte hochwertig und möglichst pflanzlich sein. Ein gutes Lein- oder Olivenöl ist eine Wohltat für deinen Körper.
  7. Wenig Zucker. Auch das hat mir geholfen. Iss quasi nichts an Naschi und Fertigfutter, das neben verstecktem Zucker auch noch schlechte Fette enthält.

Was geht noch? Schließlich kann man nicht nur von Grüntee und Knobi leben.

Die Basis deiner Ernährung sollten Gemüse, Eiweiß, zuckerarmes Obst und gute Pflanzenöle sein. Bitte auch super viel trinken.

beeren im glas

Gut für die Leber: Naturbelassen und fettarm

  • in Maßen alles an Vollkorn und “nackige” Kartoffeln (am besten Kartoffelpüree und Pellkartoffeln. Selbstgemachte Klöße haben mir auch gut getan. Von allen anderen Sachen sieh erstmal ab: Fettige Bratkartoffeln und Pommes schmecken dreimal so gut nach einer kleinen Abstinenz!)
  • Zuckerarme Obstsorten wären zum Beispiel: Äpfel, Clementinen, Orangen, Grapefruits, Wassermelonen, Brom-, Heidel-, Stachel- und Himbeeren, Papayas, Aprikosen und Pfirsiche oder auch Stachelbeeren und Kirschen
  • Alle Salatsorten sind top
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen in allen Varianten, Erbsen, Linsen. Auch Soja hat mir gut getan
  • Bei Gemüse musst Du dich nirgendwo einschränken.
  • Gute Fette: Nüsse aller Art, mir schmecken die Macadamias am besten. Chiasamen und Leinsamen gehen auch; Aus ökologischen Gründen greife ich immer zu Leinsamen. Sie stehen Chiasamen in nichts nach und sind hierzulande heimisch.
  • Gute Fette aus Ölen: alle pflanzlichen Varianten, hab Spaß und probier dich aus. Leinöl ist beispielsweise mega gesund, geschmacklich jedoch eigenwillig. Der eine liebt es, der andere kriegt das Brechen. Ansonsten steht natürlich Olivenöl ganz hoch im Kurs. Übrigens: Hier lohnt sich Bio.
  • Trinke am besten einfach klares Wasser oder – wie oben angedeutet – grünen Tee. Ich liebe ihn als Eistee!
  • Fisch: Konzentriere dich auf Arten aus Fluss und See, zb Wels. Wegen des Jodgehaltes fallen Arten wie Makrele, Sardinen, Aal oder Hering, Steinbutt, Thunfisch, Flusskrebs, Garnelen, Hummer, Krabben, Shrimps leider aus.
  • Bevorzuge mageres Fleisch, iss kaum Wurst und tierisches Fett; Corned Beef, Putenbrustaufschnitt, Koch- und Lachsschinken sowie Kassler gehen beispielsweise in Ordnung. Auch Hühnerfleisch, Putenfleisch, Schweinefilet, Schweinerücken, Rinderfilet … alles, was fettarm ist. Am liebsten Bio, wenn möglich.
  • Eier gehen immer, pass nur mit dem Fettgehalt auf. Mach Dir am besten Koch- oder ein lockeres Rührei, ohne Bacon dazu.

Vorsicht bei Milchprodukten

Milchprodukte gehen für mich nicht, da ihr Jodgehalt sehr hoch sein soll, wenn sie aus Europa stammen. Rühmliche Ausnahmen: Länder, in denen dem Tierfutter kein Jod zugesetzt wird. Dies wären meines Wissens derzeit Irland, Griechenland und die Niederlande. Wenn von dort, dann: Milch 1,5 % Fett, Buttermilch, Naturjoghurt 1,5 % Fett oder Magerquark. Besonders mager, aber nicht jedermanns Sache: Harzer Käse und körniger Frischkäse. Mein Geheimtipp ist Feta light aus Griechenland. Mjam!

Hülsenfrüchte klappen für mich super …

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen weniger gut sein sollen. Meine Erfahrung zeigt in die andere Richtung, ich aß und esse wirklich viel davon und sie haben mir immer gut getan. Auch meine Leber hat sich nie beschwert. Im Zweifel probier dich aus!

… ebenso wie ordentlich gewürzte Speisen

… oder scharfe Speisen. Esse ich ständig, aß ich auch als meine Leber rummuckte, hat keinen Unterschied bei mir gemacht.

Knoblauch ist besonders gut!

Was hingegen viel geholfen hat, ich kann es nur wiederholen: Knoblauch. Er ist auch unheimlich praktisch, denn er passt zu so vielen Speisen. Nimm aber wirklich die frischen Zehen und wenn Du richtig gut bist, dann Bio. Es lohnt sich.

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Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin, Heilpraktikerin oder dergleichen, also kein Fachmensch. Alle meine Beiträge basieren auf meinen eigenen Erfahrungswerten und über die Zeit gesammeltem Wissen.

Published inDie LeberErnährungFakten und Wissen

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