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Der Basedow: Interview mit Felicitas

Es ist wieder soweit! Heute gibt es das Basedow-Interview von Felicitas – einer starken Frau, die sich weder von ihren Schilddrüsenproblemen noch von Corona unterkriegen lassen hat. Felicitas kämpft um ihre Schilddrüse und verlässt sich nicht allein auf die Schulmedizin. Vielmehr begegnet sie ihrem Basedow auf ganzheitlicher Ebene, und zwar mit Erfolg. Heute erzählt sie Dir ihre Geschichte.

Übrigens: Viele weitere Interviews mit Basedowlern findest Du hier!

Felicitas Geschichte beginnt im Frühsommer 2017

Ich heiße Felicitas, bin 48 Jahre und gebürtige Pfälzerin. Ich wohne seit 8 Jahren in der wunderschönen Lüneburger Heide! Mein Alltag wird bestimmt von unseren 3 lieben Fellnasen, mit denen ich täglich im Wald unterwegs bin.

Morbus Basedow wurde bei mir ca Mai/Juni 2017 festgestellt. Zuvor hatte ich eine Untersuchung mit Röntgenkontrastmittel, dies war wahrscheinlich der Auslöser! Ich war nach der Diagnose niedergeschmettert und wollte es nicht glauben. Ängste und Fragen kamen – zb. was ist wenn ich Glubschaugen bekomme oder mein Herz angegriffen wird? Fragen über Fragen, Ängste über Ängste!

In dieser Zeit befand ich mich in meiner Ausbildung als Heilpraktikerin. Dementsprechend war mein Kopfkino, da ich nur Halbwissen hatte und ein wenig davon und davon wusste. Denn MB ist ja noch nicht wirklich so bekannt gewesen wie Hashimoto. Deshalb fand ich nicht viele Infos, was mich noch mehr verunsicherte!

Ich merkte wie innerlich eine leichte Panik hochkam, da ich Angst hatte, die Kontrolle zu verlieren. Denn ich wollte doch nur eines – gesund bleiben! Ständig kam die Frage – “Warum ich”? Es fiel mir schwer dies anzunehmen.

Der Hausarzt verwechselte die Symptome mit den Wechseljahren

Meine Symptome waren zu der Zeit auch denen der Wechseljahre ähnlich und deshalb sagte mein Hausarzt: „Sowas ist normal in Ihrem Alter”!

Aber ich schwitzte ständig, hatte Herzklopfen, war innerlich unter Strom und nur noch reizbar und aggressiv. Ich konnte keine Ruhe mehr finden, geschweige denn nachts schlafen. Es war die Hölle.

Ein Endokrinologe stellte letztendlich dann die Diagnose MB! Ich bekam Tabletten und musste auf Stress achten. Also konnte ich meine Ausbildung zwar machen, aber dem Prüfungsstress durfte ich mich nicht aussetzen. So nahm ich meine Medikamente gegen die Überfunktion ein sowie einen Betablocker, der mein Herz beruhigte. Das war für mich eine Überwindung, da ich nicht von Chemie abhängig sein wollte.

Erneuter Basedow-Schub, neuer Endokrinologe

So entschied ich, als meine Werte ganz schnell besser waren, diese nach 6 Wochen abzusetzen – gegen Anraten des Arztes! Alles ging ca 6 Monate gut, bis 2018 wieder ein Schub kam. Wieder gleiche Symptome wie zuvor. Jedoch kam ich durch Zufall zu einem tollen Endokrinologen, der auf Basis dänischer Studien therapierte. Die Dosis wurde ganz langsam und schleichend reduziert. Im Februar 2020 konnte ich die Medikamente ganz absetzen und wir versuchten nun einen Auslassversuch.

… und dann kam auch noch Corona

Ich fühlte mich toll – bis Corona kam! Es erwischte mich leider gleich zu Beginn. So konnte ich die unbeschwerte Zeit ohne Medikamente nicht lange genießen. Denn durch das Fiebern und den Virus geriet meine Schilddrüse wieder in die Überfunktion. Aber sie schaffte es, ohne Medikamente wieder in den Normalbereich zu kommen. Dennoch entschied ich mich wieder für eine Therapie, denn ich wollte auf Nummer sicher gehen.

Nahrungsergänzungen und das Beachten der eigenen Hormonlage sind wichtig

Momentan befinde ich mich noch in der medikamentösen Reduktionstherapie. Fühle mich aber ganz gut und mache auch naturheilkundlich sehr viel. Auch Nahrungsergänzungsmittel sollte man dabei beachten, damit die Schilddrüse und auch der Körper gut versorgt ist. In meinem Alter spielt auch die hormonelle Lage mit rein. Dies sollte man alles nicht außer acht lassen!

… und auch das Zwischenmenschliche ist nicht zu unterschätzen

Mein Umfeld war zum Glück verständnisvoll und meine Familie ebenso! Dies ist auch ein ganz wichtiger Punkt, wenn man Menschen im Rücken hat, die einen aufbauen. Sehr dankbar bin ich meinem Mann, der mich zu all meinen Terminen begleitet hat und sich mit informierte! Das alles hat mir sehr geholfen!

Mit Optimismus in die Zukunft

Ich bin trotz allem positiv gestimmt, dass ich es schaffe und gebe mein Bestes! Für mich ist eines wichtig und mein größter Wunsch meine Schilddrüse zu behalten und vollkommen gesund zu bleiben! Und dafür mache ich alles.

Ernähre mich gesund, achte auf Schlafhygiene, Stress im Alltag so gut es geht vermeiden und mehr “metime” einzubauen. Ganz wichtig ist es auch zu lernen, “Nein” zu sagen!

Ein Rat für alle Basedow-Neulinge

Allen Frischlingen kann ich nur raten, sich einen guten Arzt bzw. Endo und Heilpraktiker zu suchen, die Therapie zu machen und ganzheitlich zu unterstützen! Denn ein Körper kann nur rund laufen, wenn er genügend Nährstoffversorgung hat und das Hormongleichgewicht stimmig ist!

Alles Gute von Herzen für jeden einzelnen der meine Zeilen liest!

Danke liebe Felicitas, für deinen wundervollen und Mut machenden Erfahrungsbericht. Im Namen von Basedow und Ich sowie aller Leser wünsche ich Dir alles Gute, Kraft und Gesundheit.

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